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DAS BOOTMONOCHORD

Bootmonochord 4 Ansichten
EIGENE INSTRUMENTE Boot

Das Bootmonochord ist 2012 aus einem alten Holz-Ruderboot des Wittener Rudervereins entstanden.

Es fuhr als Touren-Zweier-Boot mit über sieben Metern Länge seit den 1960er Jahren auf der Ruhr, bis es wegen einem Leck im Bootsrumpf ausgemustert wurde.
Ich habe die beiden Endstücke abgetrennt und in meinem Atelier aufbewahrt, bis ich die Idee entwickelte ein Instrument daraus zu bauen.
In die 2,30 Meter lange Spitze des Boots wurde von mir an der Schnittstelle eine stabilen Wand eingebaut, an der die Stimmwirbel für die 30 Saiten angebracht sind.
Wo einst die Ruderer saßen, habe ich eine Instrumentendecke mit Schalloch eingebaut, auf der die Saiten, die alle auf den gleichen Ton A gestimmt sind, über einen Steg gespannt sind. Um dem enormen Zug der Saiten von ungefähr 600 Kg Stand zu halten, habe ich im Innern Verstärkungen in den Bootsrumpf und in die Seitenwände eingearbeitet.
Außen ist das Boot unverändert in dem ursprünglichen Zustand aus lackiertem Mahagoniholz mit dem Namensschriftzug „RUHRSTAHL“.
Dieses ungewöhnliche Instrument wiegt unter 20 kg und wird von mir auf Ständer aufgestellt oder noch besser aufgehängt, um es auf verschiedene Arten zu spielen. Perkussiv, wie ein Riesen-Cajón getrommelt, entwickelt der Bootskörper einen enormen bassigen Klang.

Gezupft oder mit dem Cellobogen gestrichen entsteht der durchgehende und durchdringende tiefe Ton, den ich in meinen Performances gerne mit Obertongesang, Obertonflöten und Bansuri-Flöte kombiniere und der eine lange Nachhallzeit von ungefähr einer Minute hat.

Wie schon Pytagoras, der mittels des Monochords die Gesetzmäßigkeiten der Obertonreihe erforscht hat, können die Obertöne auch auf dem Bootmonochord durch Flagolett-Spieltechnik zu Gehör gebracht werden. Ein Video einer Performance mit diesem Instrument ist hier unter dem Menüpunkt „Projekt“ – „Solo“ zu sehen

DER FUß-SHAKER

EIGENE INSTRUMENTE Fuß-Shaker

Mit Kunststoffdosen aus Überraschungseiern und mit in Streifen geschnittenen Fahrradschlauchstücken ist dieser gut klingende Shaker ein echtes Upcycling-Produkt.
Kleine Stahlkugeln in den Dosen liefern den durchdringenden, trockenen Sound.
Durch einen einfachen Knoten lässt sich der Shaker mit dem Fahrradschlauch sicher am Fussgelenk oder am Vorderfuss befestigen und leicht mit einer Hand wieder lösen.

DAS UDU AUS EINER VASE

EIGENE INSTRUMENTE Udu aus Vase

Diese chinesische Vase hat die optimale Form, um einen satten Sound hervorzubringen.
Auf dem Flohmarkt gekauft musste nur noch ein Spielloch hinein geschnitten werden, was bei Porzellan allerdings nicht ganz einfach ist und mich gute vier Stunden gekostet hat.
Das Ergebnis kann sich hören lassen.

DIE MAULORGEL

Maulorgel 1
Maulorgel 2
Maulorgel 4

Die bis zu 1,20 m langen Orgelpfeifen der Maulorgel sind aus Kupfer und stammen aus der Pauluskirche in Dortmund, in der die alte Orgel durch eine Moderne ersetzt wurde. Alle Pfeifen sind auf einem speziellen Ständer, der von mir maßgeschneidert angefertigt wurde, fixiert, so dass man dieses Instrument ähnlich einer Mundharmonika spielen kann.

DAS CAJÓN

Cajon

Das Cajón (spanisch: Sarg, Schublade) ist eine Holzkiste, auf der man sitzt und gleichzeitig trommelt. Es erfreut sich großer Beliebtheit und ist wahrscheinlich eins der meistgekauften Perkussionsinstrumente in der letzten Zeit. Dieses Modell ist von mir aus einer alten Schrankrückwand als Spielfläche gebaut und farblich gestaltet worden.

TAIKOTROMMEL AUS ALTEM EICHENFASS

Taiko 2
Taiko 1

Die Taikotrommel kommt aus Japan, bzw. China und Korea, die vor rund 2000 Jahren kulturell noch nicht getrennt waren. Taiko (japanisch 太鼓) bedeutet dicke Trommel. Sie ist eine uralte Bauform bestehend aus einem hölzernen Rohr und Tierhaut-Bespannung von beiden Seiten. Ursprünglich wurde sie für schamanistische Rituale benutzt, bis die Samurai ihren Wert für die Kriegsführung entdeckten.
Dem Heer vorangestellt sollte der durchdringende Klang der teils riesigen Trommeln den Gegner zermürben und die eigenen Kämpfer in einen Blutrausch versetzen. Heute erfreuen sich Taiko-Trommelgruppen in Japan und weltweit großer Beliebtheit auf Konzertbühnen.
Meine Trommel ist aus einem alten Eichenfass gebaut und hat beidseitig Felle aus Pferde-Haut, die mit 4 Stahlringen und Seil-Knüpftechnik auf den Korpus gespannt ist. Mit 70 cm Durchmesser hat diese Taiko einen enormen Sound, vor allem, wenn sie am Ständer aufgehängt frei schwingen kann.

DIE KOFFERKALIMBA

Kofferkalimba

Die Kalimba gehört zur Familie der Lamellophone, zu der auch die Mbira und die Sansula gehören. Diese Instrumente stammen aus Mittel- und Südafrika und bestehen aus Stahl-Lamellen, die auf einem Resonanzkörper aus Holz unter Spannung befestigt sind und mit den Daumen gespielt werden (Daumenklavier). Aus einem alten Eichenholz-Koffer habe ich diese Basskalimba gebaut. Sie ist pentatonisch gestimmt und bringt, mittels der großen Werkzeugstahl-Zungen, sehr tiefe Töne hervor.

OBERTONFLÖTEN AUS HEIZUNGSROHR

Obertonflöten

Diese Obertonflöten sind wie Querflöten zu spielen, mit Perlmutt auf der Abschlusskappe verziert und klingen fantastisch. Ich baue sie in verschiedenen Größen und Stimmungen

DIE KROMPRESSOR-TANK-TROMMEL

Tank-Drum

Aus einem alten 200 Liter Druckluft-Tank und einem Ziegenfell habe ich diese Basstrommel mittels Spannreifen, -schrauben und Spannböcken gebaut, die alle eigens dafür von mir hergestellt wurden.
Mit fast 50 cm Durchmesser und einer Höhe von 87 cm ist diese Trommel auch klanglich ein Unikat.

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